WIR FEIERN

150 Jahre Paula Modersohn-Becker

Am 8. Februar 2026 jährt sich der Geburtstag von Paula Modersohn-Becker zum 150. Mal. Bremen und Worpswede waren zwei entscheidende Stationen ihrer Lebensreise. Museen in beiden Orten ehren die Künstlerin ab Februar 2026 mit großen Ausstellungs­projekten:

BECOMING PAULA:
8. 2.–13. 9. 2026 in Bremen

IMPULS PAULA:
7. 2.–1. 11. 2026 in Worpswede

 

Zahlreiche Kultureinrichtungen beteiligen sich mit Sonderpräsentationen, Atelier- und Ortsführungen, Theater, Performances, Familienveranstaltungen sowie einer Fachtagung am Jubiläumsprogramm. Und es gibt gleich zwei neue Filmproduktionen über das Leben der heute international gefeierten Künstlerin.

Wir freuen uns auf Sie!

 

Ausstellungen

Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Zitrone (Ausschnitt), 1906/07, Privatbesitz, Foto: © Paula-Modersohn-Becker-Stiftung, Bremen

Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Zitrone (Ausschnitt), 1906/07, Privatbesitz,
Foto: © Paula-Modersohn-Becker-Stiftung, Bremen

Paula Modersohn-Becker Museum Bremen

Becoming Paula

In Bremen verlebte Paula Becker ihre Jugend, im kreativen Umfeld der benachbarten Künstlerkolonie Worps­wede sowie durch ihre Paris-Aufenthalte fand sie ihre Motivwelt und ihren ganz eigenen malerischen Ausdruck. Bereits 1927 wurde in der Böttcherstraße im Herzen Bremens das heutige Paula Modersohn-Becker Museum eröffnet, das erste einer Malerin gewidmete Museum weltweit!

Das Paula Modersohn-Becker Museum, das heute die weltweit größte Werksammlung besitzt, feiert den Geburtstag mit einer großen Sonderausstellung: Unter dem programmatischen Titel BECOMING PAULA zeichnen rund 70 Werke ihren Lebensweg nach und veranschaulichen, wie Paula Becker zur Künstlerin Paula Modersohn-Becker und schließlich zur Ikone und Identifikationsfigur wurde. Dabei beleuchtet die Ausstellung erstmals auch die Rezeption der Malerin im 20. und 21.Jahrhundert.

 

 

Inès Longevial, Visage Vert, 2024, Öl auf Leinwand, Courtesy of the Artist and Almine Rech, Foto: © Nicolas Brasseur

Inès Longevial, Visage Vert, 2024, Öl auf Leinwand, Courtesy of the Artist and Almine Rech, Foto: © Nicolas Brasseur

Die Worpsweder Museen

Impuls Paula

Im Künstlerdorf Worpswede, dem zentralen Lebensort von Paula Modersohn-Becker, greifen der Barkenhoff, die Große Kunstschau Worpswede, das Haus im Schluh und die Worpsweder Kunsthalle diesen Faden auf. In der Gemeinschaftsausstellung IMPULS PAULA verdeutlichen mehr als 120 Kunstwerke, auf welch vielfältige Weise die Malerin Künstler*innen über die Jahrzehnte bis heute inspiriert. Zeitgenössische Künstlerinnen stehen dabei im Fokus.

Die beiden Ausstellungen laden dazu ein, die Malerin im Kontext ihres Lebens, ihres künstlerischen Entwicklungsprozesses sowie als Impulsgeberin in der zeitgenössischen Kunst neu zu entdecken.

»In mir fühle ich es wie ein leises Gewebe, ein Vibrie­ren, ein Flügel­schlagen, ein zitterndes Ausruhen, ein Atem­anhalten: wenn ich einst malen kann, werde ich das malen.«

Paula Modersohn-Becker,
Tagebuch, 19. Januar 1899

MEHR PAULA

 

Foto: © Verein der Gästehührer Worpswede-Teufelsmoor e.V.

Weitere Ausstellungen, Führungen, Theater und vieles mehr in Bremen, Worpswede und Umgebung

Zahlreiche Kulturorte in Bremen, Worpswede und Fischerhude beteiligen sich mit Sonderpräsentationen, Atelier- und Ortsführungen, Film, Theater, Performances, Kreativ-Workshops und Familienveranstaltungen am Jubiläumsprogramm. Der bundesweite Künstlerinnenverband GEDOK – wichtig bis heute für die gesellschaftliche Anerkennung und das Netzwerken von Künstlerinnen – feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen und steuert spannende Programmpunkte bei.

 

PAULA MODERSOHN-BECKER BEWEGT

Filmstills mit Katharina Stark © Kinescope

Zwei Filme mit Katharina Stark

2026 ist Katharina Stark gleich zweimal als Paula Modersohn-Becker im Film zu sehen. Am 8. Februar zeigt ARTE Paula Modersohn-Becker. Keine Kompromisse!, der nachzeichnet, wie das Werk der Künstlerin zunehmend an Bedeutung gewann. Zeitgenössische Künstlerinnen wie Inès Longevial und Sibylle Springer thematisieren dabei die bis heute bestehenden strukturellen Hürden für Frauen in der Kunst.

Im Sommer folgt der Kinofilm Paula Modersohn-Becker – Wer weiß schon, was ein Leben ist?, in dem die Schauspielerin in Vorbereitung auf ihre Rolle auf eine persönliche Spurensuche nach Worpswede und Paris geht. Fiktion und Dokumentation verbinden sich zu einem poetischen cineastischen Erlebnis mit Tiefgang.

 

 

TAGUNG

MAPPING HER* STUDIO

Sibylle Springer, Flowers of Ranking, 2022 (Bilddetail), Foto: Tobias Hübel © VG Bild-Kunst, Bonn

In einer öffentlichen Fachtagung unternehmen Kunstwissenschaftler*innen, Kurator*innen und Künstler*innen eine Standortbestimmung der zeitgenössischer Künstler*innenforschung. Außerdem untersuchen sie für die künstlerische Arbeit bedeutsame Rahmenbedingungen aus unterschiedlichen Perspektiven.

Die Tagung findet in Worpswede statt.